Achtsames Essen

freddyfischer/ Februar 21, 2017/ Entschleunigung, Entspannung, Meditation

„Wer die Achtsamkeit praktiziert, vermag in einer Mandarine Dinge zu erkennen, die andere nicht sehen. Ein achtsamer Mensch sieht den Mandarinenbaum, die Mandarinenblüten im Frühling, das Sonnenlicht und den Regen, die den Mandarinenbaum nährten. Wer genau hinsieht, sieht, erkennt tausende von Dingen, die die Mandarine möglich gemacht haben…. Er sieht alle Wunder des Universums und wie jedes Ding darin mit jedem anderen interagiert.“

Thich Nhat Hanh (Buddhistischer Meditationsmeister )

Achtsamkeitsmeditation

Stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge eine Mandarine vor.

Halten Sie sie vor sich und nehmen Sie sich Zeit, sie ganz genau zu betrachten.

Welche Farbe hat sie genau? Sehen Sie nur eine Farbe oder mehrere?

Glänzt sie oder hat sie auch dumpfe Stellen?

mandarine-makro

Betrachten Sie die Stelle, an der der Stiel sitzt und das andere Ende, wo einst die Blüte saß.
Wenn Sie die Stelle betrachten, an der die Mandarine früher eine zerbrechliche Blüte war – die jetzt verschwunden ist, damit das Obst entstehen konnte, das Sie nun in Händen halten – stellen Sie sich einen Augenblick lang Ihre Mandarine als Blüte vor, als eine von vielen.

Vor ihrem geistigen Auge sehen Sie die Sonne und den Regen, die dazu beitrugen, dass die Knospe zur Blüte wurde, die Biene, die sie bestäubte, damit sie zu der farbenprächtigen, festen Frucht in Ihrer Hand werden konnte.

Atmen Sie tief ein und stellen Sie sich vor, wie Sie die Erde riechen, die dem Baum Ihrer Mandarine Halt gegeben hat.

Stellen Sie sich den Bauern und die Erntehelfer vor, die den Mandarinenbaum pflegten, die Reife der Mandarine feststellten, sie pflückten, den Lastwagenfahrer, der ihn auf seinen LKW lud und all die anderen, die Teil des Weges der Mandarine bis zu dem Laden waren, wo sie verkauft wurde.

Erinnern Sie sich daran, wie Sie sie aussuchten und in Ihren Korb legten.

Stellen Sie sich jetzt vor, Sie essen ein Stückchen der Mandarine und beginnen langsam zu kauen.

Denken Sie an das Regenwasser, das Ihre Mandarine saftig machte, an die Sonne, die den Baum wachsen ließ.

Denken Sie an die Nährstoffe, die Ihnen Ihre Mandarine gibt und die daraus resultierende Energie. Energie, die Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen antreibt.

Atmen Sie jetzt ein letztes Mal tief ein, beenden Ihre Meditation und kommen Sie zurück in den Raum, in dem Sie üben.

So liebe Leser, so können wir Lebensmittel bzw. Nahrung bewusster wahrnehmen. Ich habe aufgehört mit dem Beschreiben, ich hätte noch auf den Geschmack eingehen können, das Gefühl wenn wir die Mandarine herunterschlucken usw.

Ich wollte Euch damit verdeutlichen, dass man alle Dinge die man isst, so mit Achtsamkeit bedenken kann und anschließend dadurch viel bewusster essen wird!!! Natürlich auch viel bewusster die Zutaten zum Essen einkaufen wird.

Also probiert ganz einfach mal aus und experimentiert mal etwas rum mit dieser achtsamen Wahrnehmung beim Essen bzw. beim Einkaufen.

Abschluss Tipp von mir !!! Ich habe vor einiger Zeit mehrere Wochen in einen Benediktiner Kloster verbracht, hier wurde mittags immer in Stille gegessen. Dieses Essen in Stille hat mich persönlich sehr aufmerksam und achtsam gemacht für das, was ich gegessen habe und vor allen wie ich es gegessen habe. Die Regel ist ja, das wir uns immer zum Essen verabreden und mit anderen Menschen über irgendwas reden und das eigentliche Essen ein Nebenschauplatz ist:

Also : Ganz einfach zwischendurch mal in Stille essen!

 

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