Food Battle: Quinoa gegen Hirse

C.Buchheister/ Juni 18, 2017/ Ernährung, Food Battle, Kohlenhydrate, Superfoods

In der Reihe: Superfood gegen heimische Alternative (Chiasamen gegen Leinsamen  / Süßkartoffel gegen Kartoffel ) suchen wir heute nach einem gleichwertigen Ersatz für das glutenfreie Quinoa, das als Pseudogetreide (gehört nicht zu der Familie Getreide, wird aber ähnlich verwendet) immer beliebter wird.
Angebaut wird es in den Anden Südamerikas, ist besonders robust, braucht kaum Wasser und enthält besonders viel Eiweiß, Magnesium, Eisen und andere Nährstoffe.

Bei Hirse wiederum handelt es sich um echtes Getreide, das allerdings ebenfalls kein Gluten enthält. Auch Hirse ist sehr widerstandsfähig und wächst auch bei geringem Wasserangebot. Da Hirse häufig aus China importiert wird, sollte man beim Einkauf auf heimische Hirse achten (Regionale und saisonale Lebensmittel). Viele, wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente machen das Getreide zu einer gleichwertigen Alternative zum Superfood Quinoa.

round-1

Nährwerte:

Bezüglich der Kalorien liegen beide Kontrahenten gleich auf. Obwohl sie sehr eiweißhaltig sind, hat Quinoa die Nase hierbei leicht vorn und es beinhaltet zudem alle essentiellen Aminosäuren (= Guter Eiweißlieferant für Vegetarier und Veganer). In puncto Kohlenhydrate hat aber Hirse etwas mehr zu bieten. Der Ballaststoffgehalt liegt wiederum bei Quinoa höher, das auch viel fettreicher ist.

Die Bereiche Fett- und Kohlenhydrate-Gehalt sind je nach Ernährungsform (siehe auch Food-Trend: Low-Carb)  unterschiedlich zu bewerten, aber der höhere Eiweiß- und Ballaststoffgehalt spricht für Quinoa.

Der Vitaminvergleich zeigt, dass Quinoa zwar mehr Vitamin E aufweist, aber Hirse vermehrt Vitamin B2 und B6, dafür aber kein Vitamin C!

Mit seinem sehr hohen Silizium-, Eisen-, Magnesium- und Kalziumgehalt punktet Quinoa im Bereich Mineralstoffe!

Diese Mineralstoffe wirken sich positiv auf auf Bindegewebe, Knochen, Gelenke, Haare, Haut und Nägel aus! Eisen ist wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport und sollte zur besseren Aufnahme immer zusammen mit Vitamin C verzehrt werden!

Diese Runde geht also eindeutig an Quinoa!

round-2

Geschmack:

Quinoa und Hirse haben beide einen eher nussigen Geschmack. Um den möglichen bitteren Geschmack zu reduzieren, sollten sie vor dem Verzehr gründlich mit viel Wasser gewaschen werden.

Ein Unentschieden in Runde 2!

round-3

Verarbeitung / Zubereitung:

Quinoa kann roh und gekocht verzehrt werden. Es eignet sich sehr gut als Beilagen-Alternative zu Reis, Nudeln oder Kartoffeln. Die Zubereitung ist dem Kochen von Reis  sehr ähnlich. Geschrotet, eingeweicht und auch geröstete schmeckt Quinoa sehr gut in Müsli und Salaten ( Rezept-Test mit Quinoa: „Brox“ Superfood Bowl).

Brox-Superfood-Bowl

Hirse wurde früher hauptsächlich als süßer Hirsebrei mit Milch, Zucker, Obst und Zimt verwendet. Sie  eignet sich aber auch hervorragend als Beilagen- und Risottoersatz und kann wie Quinoa in Suppen, Aufläufen, Bratlingen und in Salaten verarbeitet werden. Im Müsli kommen Hirseflocken oder fein gemahlene Braunhirse zum Einsatz. Rohe Hirse kann aufgrund der unverdaulichen Schale nicht vom Körper aufgenommen werden.

Aus diesem Grund  geht auch diese Runde ganz knapp an Quinoa!

round-4

Haltbarkeit:

Quinoa und Hirse können im trockenen Zustand bis zu einem Jahr aufbewahrt werden. Gekocht sind beide Sorten im Kühlschrank einige Tage haltbar.

Runde 4: Unentscheiden

round-5

Preis:

Quinoa kosten zwischen 0,80 € – 1,70€ /100 g

Hirse kosten zwischen nur 0,25 € – 0,50€ /100 g

Diese Runde gewinnt sehr eindeutig die Hirse !

Ergebnis:

                     Quinoa   /   Hirse

Runde 1:         1               0

Runde 2:         0               0

Runde 3:         1               0

Runde 4:         0               0

Runde 5:         0               1

                          2               1

Quinoa gewinnt den Vergleich !

Bezüglich der Nährwerte und Verarbeitungsmöglichkeiten hat Quinoa leichte Vorteile gegenüber Hirse, aber einen deutlich höheren Preis !

Und nicht vergessen: Die Bevorzugung regionaler Produkte schont durch die kurzen Transportwege zudem die Umwelt!

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