Fructose: Ist Obst wirklich so gesund?

C.Buchheister/ April 15, 2017/ Ernährung, Fructose, Obst

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt 5 Portionen Obst und Gemüse täglich! Beides gilt gemeinhin als besonders gesund! 

Stimmt das denn wirklich?

Was ist an Obst gesund ?

  • Obst enthält viele gesunde Inhaltsstoffen wie:

Eately Obststand

Was ist an Obst nicht gesund ?

  • Fruchtzucker wird in der Leber abgebaut und belastet diese!

Langfristig kann durch einen übermäßigen Konsum von Fruchtzucker deshalb eine Fettleber entstehen!

  • In der Leber werden aus der Fructose Moleküle gebildet, die der Speicherung von Fett dienen. Fruchtzucker wird vom Körper viel schneller in Fett umgewandelt und stimuliert zudem die Einlagerung von Fetten aus der Nahrung!

  • Fructose macht nicht satt. Der Hunger bleibt !

Leptin ist das Hormon, das nach ausreichender Nahrungsaufnahme unserem Gehirn das Signal „satt“ übermittelt! Fructose führt  zu einer Leptinresistenz, das heißt der Körper reagiert nicht mehr  ausreichend auf dieses Signal.

Fructose kann deshalb Übergewicht fördern!

  • Hohe Fruchtzuckermengen werden von vielen nicht vertragen !

Die Resorptionskapazität im Darm für Fructose ist begrenzt. Deshalb kann es durch die erhöhte Zufuhr von Obst und auch Zuckeraustauschstoffen, die aus Fructose bestehen, zu Blähungen und Durchfällen kommen. Eine erhöhte Belastung des Darms kann wiederum Entzündungen und eine erhöhte Allergieneigung hervorrufen.

  • Beim Abbau großer Fructosemengen kommt es zu erhöhten Harnsäure-Werten!

Die Folgen können unter anderem eine Erhöhung des Blutdruckes, Gefäßentzündungen, Durchblutungsstörungen und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes sein!

  • Weiterhin werden ein Anstieg des schädlichen LDL-Cholesterins und eine vermehrte Insulinresistenz beobachtet

Birnen

Fazit:

Nach all diesen möglichen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit sollte man meinen, es sei besser Obst völlig vom Speisenplan zu verbannen?

Diese schädlichen Effekte treten erst bei einer sehr starken Fructoseaufnahme über einen Langen Zeitraum auf !

Aber Vorsicht:

Wir nehmen dank der Lebensmittelindustrie nicht nur durch Obst, sondern auch über Fruchtsäfte, Smoothies, Soft- und Joghurtdrinks und Limonaden, Honig, Agavendicksaft viel Fruchtzucker auf. Dazugerechnet werden müssen außerdem fructosehaltige Lebensmittel wie Süßigkeiten, Fertig-Müslis und das aus Fruchtzucker hergestellte Süßungsmittel, das oft in industriell gefertigten Produkten zu finden ist. Fructose ist doppelt so süß wie Glucose und ein besonder billiger Rohstoff. Auch Maissirup enthält große Mengen Fruchtzucker. Unser klassischer Haushaltszucker besteht ja auch aus 50 % Glucose und 50 % Fructose !

Das alles führt dazu, dass die tägliche Fructoseaufnahme sehr schnell über ein verträgliches und gesundes Maß ansteigt!

Empfehlungen:

  • Obst und Trockenfrüchte in Maßen (max. 2 Portionen) dafür mehr Gemüse/Salat (min. 3 Portionen) täglich aufnehmen
  • Obstsorten mit geringerem Fructosegehalt bevorzugen (z.B. Beeren)
  • Bei fertigen Lebensmittel auf enthaltene Fructose achten und möglichst meiden. (Auf den Inhaltsangaben auf „Fructosesirup“ und „Fruchtzucker-Sirup“ achten !)

Erdbeerkörbchen

Quellen:

Fructokinase, Fructans, Intestinal Permeability, and Metabolic Syndrome: An Equine Connection?

Fructose-induced leptin resistance exacerbates weight gain in response to subsequent high-fat feeding.

Fructose consumption: considerations for future research on its effects on adipose distribution, lipid metabolism, and insulin sensitivity in humans.

Consuming fructose-sweetened, not glucose-sweetened, beverages increases visceral adiposity and lipids and decreases insulin sensitivity in overweight/obese humans.

Sugary drinks, fruit, and increased risk of gout

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2 Kommentare

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