Mineralstoffe: Mangel und Überdosierung vermeiden!

C.Buchheister/ Juni 24, 2018/ Ernährung, Mikronährstoffe, Mineralstoffe

Am Ende der Reihe meiner Beiträge über Makro- (Kohlenhydrate & Ballaststoffe, Fette, Eiweiß) und Mikronährstoffe (Vitamine, Sekundäre Pflanzenstoffe) geht es heute um Mineralstoffe! Sie gehören ebenfalls zu den Mikronährstoffen und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Neben der Beteiligung an vielen, lebensnotwendigen Funktionen in unserem Körper, sind sie auch am Aufbau von Körperstrukturen (Knochen, Zähne), Hormonen, Enzymen, Proteinen und an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt (Säure-Basen-Haushalt, Muskel-und Nervenfunktionen, Blutdruckregulierung). Man unterscheidet die Mengenelemente, die in größerer Anzahl im Körper benötigt werden (z.B. Magnesium, Calcium, Kalium, Natrium) von den Spurenelementen, die nur in kleinen Mengen im Körper vorhanden sind (z.B. Jod, Kupfer, Zink).

Mineralstoffaufnahme

Eine bewusste, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sorgt in der Regel für eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Mineralstoffen! Unser Organismus ist zudem in der Lage einen Mangel oder auch Überschuss auszugleichen.

Bei den empfohlenen täglichen Aufnahmemengen (z.B. von der DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung) handelt es sich um Durchschnittswerte. Der individuelle Mineralstoffstatus kann nur durch einen Bluttest beim Arzt festgestellt werden. Der Bedarf ist zudem von vielen Faktoren abhängig: Wachstum, Alter, Schwangerschaft, Krankheiten, Stress, schweißtreibender Sport…. . Hier sollte der Status regelmäßig kontrolliert werden.

Marathonläufer

Werden Mineralstoffe, aus welchem Grund auch immer, nicht regelmäßig und in ausreichender Menge oder auch im Überschuss zugeführt, kann es zu folgenschweren Auswirkungen für die Gesundheit und das Wohlbefinden kommen.

Außerdem gilt es zu beachten, dass sich viele Mineralstoffe gegenseitig beeinflussen und die gleichzeitige Aufnahme bestimmter Nahrungsbestandteile (z.B. Phytinsäure, Kaffee, Milch) oder   verschiedener Medikamente, deren Aufnahme behindern kann.

Tatsächlich ist ein ernsthafter Mineralstoffmangel aber sehr selten, auch wenn uns die Hersteller der zahllosen, frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmittel ein anderes Bild vermitteln möchten. Die häufigsten, durch Mangelernährung, Medikamenteneinnahme und Krankheiten verursachten Mängel sind:

Eisenmangel
Jodmangel
Magnesiummangel
Calziummangel

Woran erkennt man einen Mangel?

Eine leichter Mangel an bestimmten Mineralstoffen löst meist nur unspezifische, allgemeine Symptome aus, wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Leistungsabfall, Kopfschmerzen, Haarausfall, Muskelkrämpfe u.s.w.. Aber auch schwerwiegende Krankheitsbilder wie Herzrhythmusstörungen, Anämie oder Osteoporose können durch einen Mineralstoffmangel verursacht sein. Die nicht immer einfache und eindeutige Diagnose, sowie die Verschreibung von mineralstoffhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten kann und sollte nur durch einen Arzt erfolgen.
Aber genau wie Vitamine nehmen viele Menschen aufgrund von laienhaften Empfehlungen und Eigendiagnosen selbständig Mineralstoffe ein und können dabei ihrer Gesundheit sogar schaden. Das empfindliche Gleichgewicht und die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Mineralstoffen kann gestört werden. Eine langfristige Überdosierung von bestimmten Mineralstoffen führt zu Übelkeit und Magen-Darmproblemen, kann aber auch ernsthafte Vergiftungserscheinungen verursachen (z.B. Fluor), die Immunabwehr schwächen (z.B. Zink) und das Risiko für bestimmte Krankheiten fördern (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes, Parkinson).

Fazit:

  • Eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung sorgt für eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen („Clean eating“)
  • Der Körper ist in der Lage einen gewissen Mangel oder Überschuss selbst auszugleichen
  • Der individuelle Bedarf an Mineralstoffen ist von vielen Faktoren abhängig, so dass auch die empfohlenen täglichen Zufuhrmengen nur Durchschnittswerte darstellen
  • Einen tatsächlichen gesundheitsgefährdenden Mangel kann nur der Arzt feststellen
  • Überdosierungen durch Mineralsstoffpräparate sind möglich und unter Umständen gesundheitsgefährdend
  • Von einer eigenmächtigen Einnahme entsprechender Präparate ist deshalb abzuraten

Aufgaben, empfohlene Tagesmengen, Bedarf, Wechselwirkungen, Mangelerscheinungen der einzelnen Mineralstoffe und besonders reichhaltige Lebensmittel findet ihr in dieser Tabelle bei
jumk.de

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2 Kommentare

  1. Da kann ich leider nicht ganz zustimmen, in vielen Fällen stimme ich voll zu. Einige wichtige Punkte sind jedoch nicht berücksichtigt. Ich werde mal versuchen das in einem Extrakommentar auszuarbeiten.

  2. Ja, gerne! Bin gespannt! 😊

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