Was sind freie Radikale, Antioxidantien und was bedeutet oxidativer Stress?

C.Buchheister/ Mai 27, 2018/ Ernährung, gesundes Altern

Immer wieder begegnet man in den Medien den Begriffen: „freie Radikale“, „Antioxidantien“ und „oxidativer Stress“! Was bedeuten diese Begriffe und wie beeinflussen sie unsere Gesundheit?

Was sind „freie Radikale“?

Während zahlreicher Stoffwechselvorgänge in unserem Körper entstehen ständig instabile Sauerstoff-Moleküle mit nur einem Elektron, die sogenannten „freien Radikale“. Auf der Suche nach einem stabilisierenden 2. Elektron entreißen sie anderen intakten Moleküle dieses fehlende Elektron, dem dann wiederum ein Elektron fehlt. Dadurch wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, denn ein ungepaartes Elektron versucht immer zu einem vollständigen Paar zu werden und es können wichtige Zellebestandteile (Erbsubstanz, Zellmembran, Enzyme, Proteine….) beschädigt werden.

Was bedeutet „Oxidativer Stress“?

„Freie Radikale“ im Überschuss bewirken durch eine verstärkte Zellschädigung den sogenannten „oxidativen Streß“. Die Zellstrukturen, die Regeneration und Entgiftung sowie das Immunsystem werden stark beeinträchtigt. Das führt zu einer vorzeitigen Alterung (Haut, Haare) und einem erhöhten Risiko für Krankheiten, wie z.B. Krebs, Rheuma, Parkinson, Alzheimer, Arteriosklerose und entzündlichen Erkrankungen.

„Freie Radikale“ werden vermehrt durch Sonnenbestrahlung, Rauchen, Alkoholkonsum, Drogen, Umweltgifte, Stress und eine unausgewogene Ernährung (zu viel Zucker, Eiweiß und stark industriell verarbeitete Lebensmittel) gebildet. Auch bestimmte Medikamente (Antibiotika, Hormonpräparate) können „oxidativen Stress“ begünstigen.
Intensive Sporteinheiten mit einem hohen Sauerstoffverbrauch lassen ebenfalls vermehrt „freie Radikale“ entstehen. Dagegen hilft eine langsame Steigerung der Trainingsintensitäten!

Was sind „Antoxidantien“ oder „Radikalfänger“?

Die sogenannten „Antioxidantien“, auch als „Radikalfänger“ bezeichnet, können die aggressiven freien Radikale unschädlich machen, indem sie ihnen gerne und schnell freie Elektronen überlassen, bevor wichtige Zellstrukturen dafür herhalten müssen.
Wenn eine ausreichende Anwesenheit von „Antioxidantien“ für ein stabiles Gleichgewicht sorgt, haben „freie Radikale“ auch wichtige, nützliche Aufgaben in unserem Organismus zu erfüllen. Sie können Fremdsubstanzen abbauen und das Immunsystem unterstützen.

Wichtige „Antioxidantien“ sind:

  • ß-Karotin (Vorstufe von Vitamin A)
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Zink
  • Magnesium
  • Selen
  • Coenzym Q10

Zitronen vom Großmarkt

Lebensmittel mit besonders vielen „Antoxidantien“:

Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln, die mit „Antoxidantien“ werben!
Zum einem kann eine Überdosierung von bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen gesundheitlichen Schaden anrichten und zu anderen fehlt in diesen Präparaten laut Empfehlung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) die „Vielfalt biologisch aktiver Substanzen“ aus frischem Obst und Gemüse, die nur im Verbund gesundheitsförderlich sind!

Neben einer ausgewogenen Ernährung mit einem hohen Anteil an „Radikalfängern“, kann man den „oxidationen Stress“ und der damit verbundenen vorzeitigen Alterung und möglichen Anfälligkeit für diverse Erkrankungen, durch eine gesunde Lebensführung vermindern:

Möglichst zu vermeiden, bzw. zu reduzieren sind:

  • Rauchen
  • Alkohol
  • Drogen
  • starke Sonnenbestrahlung
  • Aufnahme von Umweltgiften (Bio-Lebensmittel bevorzugen, die weniger mit Schadstoffen belastet sind)
  • Stress (Ausgleich schaffen durch Entspannungseinheiten, Meditation, Yoga etc.)

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