Alkohol: Ein Gläschen in Ehren…….?

C.Buchheister/ Januar 29, 2017/ Alkohol, Ernährung, Getränke

Eins direkt vorneweg: Auch für mich gehört das ein oder andere Gläschen Alkohol zu einem genussvollen Leben dazu und wer meine Beiträge liest weiß, dass ich weder belehren, noch verurteilen möchte. Es geht mir um Informationen und darum, das Bewusstsein zu schärfen.

Wieviel Kalorien hat Alkohol?

7,1 kcal/g

(Zum Vergleich: Eiweiß = 4,1 kcal/g, Kohlenhydrate = 4,1 kcal/g,  Fett = 9,3 kcal/g)

Dieser Wert bezieht sich auf den reinen Alkohol! Es sind zudem „leere Kalorien, also ohne Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente. Beachtet werden muss aber auch der sehr unterschiedliche Kohlenhydratanteil der verschiedenen alkoholischen Getränke. Dabei schneiden Bier, Wein und Sekt mit einem verhältnismäßig hohen Anteil eher schlecht ab. Klare Schnäpse, wie Rum und Wodka haben dagegen fast keine Kohlenhydrate! Die höhere Kalorienzahl der „Klaren“ (aufgrund des größeren Alkoholgehaltes) wird meist dadurch ausgeglichen, dass man in der Regel weniger davon trinkt.

Aber Vorsicht bei Mixgetränken! Da mischt man sich den Zucker meist wieder dazu!

Während einer Diät – egal ob „Low Carb“ oder eine der anderen Ernährungsformen – sollte man ohnehin die Finger vom Alkohol lassen!

Warum macht Alkohol dick?

„Trinken“ wir während des Essens, wird zuerst der „giftige“ Alkohol abgebaut! Schnell in die Blutbahn aufgenommen führt er zu einer erhöhten Insulinausschüttung, wodurch die Fettverbrennung über mehrere Stunden unterdrückt wird! Die überschüssigen Kalorien des Essens werden dann einfach in die Fettdepots („Bierbauch“) eingelagert. Auf die hohe Insulinausschüttung und den daraus resultierenden schnellen Blutzuckerabfall folgen typischerweise Heißhungerattacken, vor allem auf Chips, Pommes, Erdnüsse und Ähnliches!

„Alkohol macht Appetit !“

Ungesunde Snacks

Alkohol macht Appetit auf Knabbereien !

Warum kann Alkohol krank machen?

Alkohol ist erwiesenermaßen ein Zellgift, nicht gerade gesundheitsfördernd und mit einem hohen Suchtpotential! In großen Mengen getrunken ist Alkohol für alle Organe gesundheitsschädlich!! Empfohlenen Mengen gemäß der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung):

Für Frauen :  10 g / Tag ( = 0,3 l Bier, 0,25 Rotwein oder Sekt)
Männer:         20 g / Tag ( =0,6 l Bier , 0,5 l Rotwein oder Sekt)

Über das Blut gelangt der Alkohol in alle Organe und wird hauptsächlich in der Leber mit Hilfe verschiedener Enzyme über mehrere Stufen abgebaut. Frauen bauen Alkohol übrigens schlechter ab, weil sie weniger alkoholabbauende Enzyme haben! Das gilt auch für beide Geschlechter mit zunehmendem AlterDie dabei entstehenden Abbauprodukte sind zum Teil sehr giftig und schädigen den ganzen Körper!

Die toxischen Werte :

bei Frauen:         1 l Bier / 0,5 l Wein
Männern:        1,5 l Bier / 0,75 l Wein.

In der Leber führt der Alkoholabbau zu einem Anstieg von Fettsäuren und langfristig zu einer Fettleber, zu Lebervergrößerung, Hepatitis (Leberentzündung) und Leberzirrhose (Zerstörung und Vernarbung des Lebergewebes). Alkohol entzieht dem Körper Wasser und führt zu einer starken Austrocknung (Dehydrierung).

Im Gehirn ist die Dehydrierung übrigens für die typischen Katerkopfschmerzen verantwortlich!

Jeder Rausch lässt Gehirnzellen absterben, so dass bei regelmäßigem erhöhten Alkoholkonsum die Gedächtnisleistung, Feinmotorik und Konzentrationsfähigkeit leiden. Depressionen und Persönlichkeitsveränderungen können ebenfalls Folgen sein. Weiterhin ist Alkohol für viele Entzündungen (Magenschleimhaut, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse) und bestimmte Krebsarten (Leber, Darm) mitverantwortlich. Auswirkungen auf Nervenbahnen und das Herz-Kreislaufsystem und die Potenz sind ebenfalls nachgewiesen. Eine geschädigte Leber kann Vitamine schlechter verwerten, so dass der regelmäßige Alkoholkonsum auch zu einem Vitaminmangel führen kann (besonders B-Vitamine).

Warum kann Alkohol süchtig machen ?

Nach dem Genuss von Alkohol schüttet das Gehirn Endorphine („Glückshormone“) aus, die für ein angenehmes Gefühl sorgen. Bei regelmäßigen Trinkern stellt sich dieses Glücksgefühl schneller und ein und verstärkt sich durch größere Alkoholmengen. Diesen Unterschied zu Nicht-Alkoholiker konnten Wissenschaftler in San Francisco herausfinden.

Alkohol und Sport?

Keine gute Idee!  Alkohol vor dem Sport verschlechtert durch die zentralnervöse Wirkung die Leistungsfähigkeit, Reaktion und Koordination.  Alkohol nach dem Sport verlangsamt die Regeneration, deutlich.

Was bleibt also Positives zum Alkohol zu sagen?

Oft liest man, dass moderater Alkoholkonsum (vor allem das Glas Rotwein mit seinen Begleitstoffen) einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislaufsystem haben soll und Entzündungen vorbeugt. Leider haben britische Wissenschaftler kürzlich herausgefunden, dass diese angeblichen positiven Effekte auf statistischen Fehlern in früheren Studien beruhen und auch das „Gläschen in Ehren“ nicht empfehlenswert ist. (Wen es interessiert, hier der Link!)

Sorry !!!!!

Aber:

In nicht allzu großen Mengen (bis ca. 0,3 Promille) hebt Alkohol unsere Stimmung, macht locker, gesellig und entspannt! Manchmal passt er einfach in geselliger Runde und sorgt für lustige Abende. Durch einen verantwortungsvollen Umgang kann man die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und auch auf die – bei vielen nicht immer angenehmen – Verhaltensveränderungen minimieren. Außerdem kann Alkohol richtig gut schmecken!

Hier noch ein paar Tipps gegen den „Kater“:

  • Wie bereits erwähnt kommt der „Kater“ durch die starke Austrocknung durch Alkohol zustande. Deshalb versuchen, zwischen den alkoholhaltigen Getränken immer die gleiche Menge an Wasser zu trinken, oder direkt zur Weinschorle greifen. Auch ein Kaffee zwischendurch kann helfen nicht nur Alkohol zu konsumieren.
  • Am Tag danach viel Flüssigkeit und Mineralstoffe (isotonische Sportlergetränke) trinken, um den Mangel an beidem wieder auszugleichen und die Symptome zu lindern.
  • Moderate Bewegung, am besten an der frischen Luft, bringen den Kreislauf wieder in Schwung.

Denn mal Prost!

 

MerkenMerken

MerkenMerken

2 Kommentare

  1. Pingback: Food-Trend: Low-Carb: SuperMenU - Gesunde Ernährung / Entspannung / Fitness

  2. Pingback: Post-Holiday-Challenge: 1. Tag - Es geht los! - SuperMenU

Hinterlasse eine Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.