Eine gesunde Darmflora: Auch Bakterien lieben „MACs & Äpfel“!

C.Buchheister/ September 23, 2018/ Darmflora, Ernährung, Gesundheit, Mikrobiom

Die Darmflora, auch (Darm-)Mikrobiom genannt ist die Summe aller Mikroorganismen im Darm. Auf die Bedeutung der Darmbakterien für den individuellen Stoffwechsel, die Nährstoffverwertung und unsere Gesundheit bin ich ja bereits kurz in meinem Beitrag über den Innovationsgipfel: Newtrition X. 2018 eingegangen. 
Neueste Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen einem gestörten Mikrobiom und der Entstehung typischer Zivilisationserkrankungen, wie Übergewicht, Diabetes, verschiedenen Krebsarten, Allergien, Autoimmun-und entzündliche Darmerkrankungen, sowie Depressionen hin.

Je vielfältiger die Darmflora, desto gesünder lebt der Mensch!

Jedes Mikrobiom ist einzigartig

Die Vielfalt, Zusammensetzung und Quantität der Darmbakterien ist von vielen Faktoren abhängig
Da der Darm eines Neugeborenen steril ist, spielt es für den ersten Kontakt mit Bakterien und den Aufbau der Darmflora z.B. eine Rolle, ob das Kind über den Geburtskanal, oder per Kaiserschnitt zu Welt gekommen ist!
Weiterhin beeinflusst die Völkergruppe, die Umwelt, der Lebensstil, die Ernährungsweise, bestimmte Erkrankungen, Medikamenteneinnahmen, Alter, Geschlecht u.v.a.m. das persönliche Mikrobiom im Darm. So kann auch unser Gemütszustand b.z.w. Stressfaktoren Einfluss auf die Beschaffenheit unserer Darmflora haben und umgekehrt.

Wie kann man eine gesunde Darmflora aufbauen?

Wenn eine ausbalancierte Darmflora für unsere Gesundheit und das Wohlbefinden so wichtig ist, wie kann ich dann mein Darm-Mikrobiom beeinflussen?
Um eine mögliche Dysbalance der Darmflora auszugleichen, werden eine abwechslungsreiche, naturbelasse Kost (Clean eating) mit einem vermehrten Ballaststoffanteil und Lebensmittel mit Pro-und Präbiotika (z.B. damit angereicherte Milchprodukte oder fermentierte Lebensmittel) empfohlen. 

MACs

Besonders wichtig für eine gesunde Bakterienzusammensetzung scheinen sogenannte „MACs“ (= Microbiota-Accessible Carbohydrates) zu sein. Dabei handelt es sich um unverdauliche Kohlenhydrate, die aber von den Darmbakterien verstoffwechselt und unter anderem zu Buttersäure abgebaut werden. Buttersäure ernährt die Zellen der Darmschleimhaut, fördert wiederum die Bakterienvielfalt, hat entzündungshemmende Eigenschaften und vermindert das Krebsrisiko. MACs findet man vor allem in Ballaststoffen, in Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten.

Die nachweisbare Abnahme der Bakterienvielfalt in den westlichen Industriestaaten könnte durch die ballaststoff und „MAC“-arme Ernährung entstanden sein. Außerdem ist unsere Ernährungsweise im Vergleich zu naturnahen, traditionell lebenden Völkern auch zu reich an einfachen Kohlenhydraten und vielen ungesunden Fetten

Interessanterweise scheint die sinkende bakterielle Artenvielfalt vererbbar und nach mehreren Generationen selbst durch eine veränderte Ernährungs-und Lebensweise nicht mehr reversibel zu sein.

Insgesamt stehen die Forschungen zu den sehr interessanten und zukunftsweisenden Themen Mikrobiom, Darmsymbiose, Stuhl-und Bakterientransplantationen und Probiotika aber noch am Anfang! Wir können gespannt sein, wie sich unsere zukünftige Ernährung entwickeln wird!

Wie finde ich heraus, ob meine Darmflora ausbalanciert ist?

In den nächsten 14 Tagen werde ich einen Selbstversuch zur personalisierten Ernährung starten!
Das Testpaket von MillionFriends beinhaltet unter anderem auch eine Stuhlprobe mit deren Hilfe die individuelle Zusammensetzung und Quantität des Darm-Mikrobioms analysiert werden kann.

Alles weitere dazu in meinen nächsten Beiträgen!

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