MCT-Öl: Das Fett, das beim Abnehmen hilft ?!

C.Buchheister/ Juli 9, 2017/ Ernährung, Fettabbau, Fette, Ketose, Low Carb

„MCT-Öle“ haben gegenüber anderen Fetten  viele gesundheitliche Vorteile und können bei einer Gewichtsreduktion hilfreich sein. Vor allem in Kombination mit einer stark kohlenhydratreduzierten Ernährungsweise (siehe mein letzter Blogbeitrag: Fettabbau durch Ketose) ist die zusätzliche Aufnahme von MCT-Ölen sinnvoll.

Was sind MCT-Öle?

MCT steht für „medium-chain triglycerides“ = mittelkettige Fettsäuren. Den Aufbau und die Einteilung von Fetten habe ich ja bereits in meinem Beitrag über Fette ausführlich erklärt. Natürliche Quellen für MCTs sind Kokosöl,  Palmkernöl und Milchfett. Mittlerweile findet man sie auch als speziellen Zusatz in Brotaufstrichen, Margarine, Schmelzkäse oder Nuss-Nougat-Cremes.

Was sind die Vorteile von MCT-Ölen?

Unterstützung bei der Gewichtsabnahme

Die in den meisten fetthaltigen Lebensmitteln vorkommenden langkettigen Fettsäuren müssen zunächst durch die Gallensäure in kleine Fettpartikel aufgespalten werden, an die sich die fettspaltenden Enzyme besser anlagern können.  Dann gelangen sie über das Lymphsystem ins Blut und umgehen somit die Leber.

MCTs werden aufgrund ihrer besseren Wasserlöslichkeit ohne die Hilfe von Gallensäuren und fettspaltender Enzyme direkt über das Blut in die Leber transportiert.

Dieser andersartige Transportweg macht die mittelkettigen Fettsäuren übrigens zum bevorzugten Fett bei vielen Erkrankungen die mit einer gestörten Fettverdauung verbunden sind.

In der Leber können die MCTs direkt zu Energie verbrannt  und zur Ketonkörperbildung herangezogen werden (auch ohne Diät!). Im Gegensatz zu den langkettigen Fetten werden sie nicht in die Fettdepots eingelagert! Alles über die Bildung und Bedeutung von Ketonkörpern könnt ihr in meinem letzten Beitrag nachlesen.

Außerdem verringert die vermehrte Anzahl von Ketonen im Blut den Appetit und verhindert den Abbau von wertvollem Muskeleiweiß während einer Diät.

Bei der Verstoffwechslung von MCTs wird mehr Energie benötigt als bei langkettigen Fetten und mehr Wärme freigesetzt (=Thermogenese).

MCT haben zudem ca. 1 kcal weniger als andere Fette.

Verbesserung der geistigen und sportlichen Leistungen

Das Ketonkörper eine positive Wirkung auf unsere Gehirnfunktion und Gedächnisleistung haben und auf neurologische Erkrankungen wie Alzheimer und Multiple Sklerose zeigen viele Studien.  Als Therapiemaßnahme bei Epilepsiepatienten wird eine ketogene Ernährung seit Jahren erfolgreich als eingesetzt.

MCTs können auch bei Sportlern (vor allem im Ausdauerbereich) die Leistungsfähigkeit steigern, weil sie als alternative Energiequelle die Kohlenhydratspeicher schonen und die Fettverbrennung ankurbeln.

Immunstärkende Wirkung

Diverse Studien konnten mittlerweile auch eine antimikrobielle, immunsteigernde Wirkung von mittelkettigen Fettsäuren nachweisen.

Wie nimmt man MCTs ein ?

Die wenigen natürlichen Quellen wie Kokosöl sind zwar reich an MCTs, spezielle Öle aus 100% reinen mittelkettigen Fettsäuren sind aber effektiver.

Diese Öle sind geruchs- und geschmacksneutral und können pur oder in Verbindung mit Salaten, Suppen, Kaffee (Bulletproof Coffee), Müslis, Milchprodukten, Smoothies etc. eingenommen werden.

Salat-Bowl

Bitte nicht hoch erhitzen, da der Rauchpunkt niedrig ist. Zum Braten also besser Kokosfett benutzen!

Die Einnahme von MCTs sollte langsam gesteigert werden, weil der Verdauungstrakt bei größeren Mengen mit Durchfall, Krämpfen, Übelkeit und Erbrechen reagieren kann.

Nach einer Anfangsdosis von ca. 20g/Tag kann die Aufnahme schrittweise (je nach Verträglichkeit) um 5 g erhöht werden und sollte eine Maximalmenge von 50 -100g/ Tag nicht überschreiten. Aufgrund der  Nachhaltigkeit bitte auch nur Öle auf Kokosfettbasis kaufen. Die vermehrte industrielle Verarbeitung von Palmkernöl ist für die starke Regenwaldabholzung mitverantwortlich!!!

Fazit:

Die Aufnahme von MCTs bringt im Gegensatz zu langkettigen Fetten einige gesundheitsfördernde und leistungsteigernde Wirkungen mit sich.
Während einer kohlenhydratarmen Diät (Low Carb oder Ketogen) kann es unterstützend wirken. Sportler, die ihren Fettstoffwechsel bereits trainiert haben, können ihre Ausdauerleitung durch die Einnahme von MCTs steigern (siehe auch: Sporternährung: „Carb Cycling“Sporternährung: Fettstoffwechseltraining)

Zur besseren Verträglichkeit sollte die Einnahmemenge vorsichtig und langsam gesteigert werden.

Wer weder abnehmen möchte noch ein ambitionierter Freizeitspotler oder Leistungssporler ist, kann auch mit dem regelmäßigen Verzehr von Kokosfett (z.B. zum Braten) gesundheitlich profitieren.

Hier noch 3 Produktempfehlungen zum Thema (auf die Bilder klicken für mehr Informationen):

                   

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4 Kommentare

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